Arthrose vorbeugen durch präventive Arthrose-Behandlung

Die Vorbeugung der Arthrose ist die beste Therapie – dieser Satz hat bis heute Bestand. Doch wie lassen sich Risikofaktoren vermeiden und was kann jeder selbst tun, um einer Arthrose vorzubeugen? Informieren Sie sich hier über Prophylaxe und präventive (vorbeugende) Maßnahmen bei Arthrose.

„Es ist unsere Pflicht, Schaden von unseren Patienten abzuwenden.“

So lautet es im Eid des Hippokrates, der bis heute als Basis des ärztlichen Handelns gilt. Damit wird deutlich, dass auch die Prävention von Krankheiten zu den ärztlichen Behandlungsmaßnahmen gehört. Im Fall von Arthrose kann aber nicht nur der Arzt, sondern auch jeder selbst viel für die eigene Gesundheit tun und der Entstehung eines Knorpelschadens vorbeugen. Zu den präventiven Maßnahmen bei Arthrose zählen einerseits allgemeine Maßnahmen, für die jeder selbst verantwortlich ist, und andererseits spezielle medizinische Maßnahmen, die im Rahmen einer ärztlichen Behandlung erfolgen (siehe Abbildung).
Übersicht der Maßnahmen zur Vorbeugung einer Arthrose.

Gesund leben und Arthrose vorbeugen – das kann jeder selbst!

Ein gesundes und langes Leben – das wünschen wir uns alle. Aber Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit, denn jeder einzelne kann eine Menge tun, um gesund zu bleiben. Vermeidung bzw. Reduktion von Übergewicht und Adipositas (Fettsucht), ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung – das ist nicht nur der Schlüssel zu einem gesunden Lebensstil, sondern das sind auch die wesentlichen Maßnahmen, um einer Arthrose vorzubeugen.

Runter mit den überflüssigen Pfunden!

Wissenschaftler haben in zahlreichen Studien übereinstimmend festgestellt, dass Übergewicht das Risiko für die Entstehung einer Arthrose drastisch erhöht – dies gilt insbesondere für eine Arthrose des Hüftgelenks (Koxarthrose) und Arthrose des Kniegelenks (Gonarthrose). Zum einen werden die Gelenke durch das Übergewicht überlastet, zum anderen werden im Fettgewebe körpereigene Substanzen produziert, die Entzündungen in den Gelenken hervorrufen und den Knorpel schädigen. Unklar ist, welcher negativer Einfluss des Übergewichts bei den gewichttragenden Gelenken überwiegt, auf jeden Fall aber lohnt es sich, überflüssige Pfunde zu verlieren. Tipps zu Rezepten und Diäten bei Arthrose finden Sie hier: Ernährung.

Arthrose vorbeugen mit Bewegung – wer rastet, der rostet!

Bewegung ist gesund und jeder Schritt zählt! Das gilt besonders für die Vorbeugung der Arthrose, denn nur durch Bewegung wird der Knorpel über die Gelenkflüssigkeit ausreichend ernährt. Außerdem stabilisiert eine kräftige Muskulatur die Gelenke und entlastet den Knorpel. Dauerhafter Bewegungsmangel führt zur Unterernährung des Knorpels, schädigt die Gelenke und zählt zu den Ursachen und Risikofaktoren von Arthrose. Die meisten Menschen wissen zwar, dass Bewegung gut für die Gesundheit ist, aber es kostet Überwindung, mit einem Sportprogramm zu beginnen.

Bewegung in den Alltag integrieren

Bewegung lässt sich aber auch mit einfachen Mitteln in den Alltag integrieren – nutzen Sie jede Möglichkeit, wie

  • eine Haltestelle früher aussteigen
  • Treppe statt Aufzug nutzen
  • für kurze Strecken das Fahrrad nutzen
  • beim Telefonieren aufstehen und herumlaufen
  • jede Möglichkeit nutzen, um Schritte zu gehen (z. B. die Toilette eine Etage tiefer benutzen)

Weitere Tipps zu Bewegung bei Arthrose und spezielle Übungen für draußen und drinnen finden Sie hier: Bewegung

Ausgewogene Ernährung hält den Knorpel gesund

Es gibt einige Nahrungsmittel, die Entzündungen im Körper fördern und sich negativ auf Gelenke auswirken. Für andere Lebensmittel und Nährstoffe wurde gezeigt, dass sie positiv auf die Gelenke wirken und den Knorpel stärken. Hier finden Sie ausführliche Informationen rund um das Thema Ernährung.

Fehlstellungen korrigieren und Sportverletzungen auskurieren

Fehlstellungen der Hüfte, wie eine Hüftdysplasie, oder der Beine, insbesondere X-Beine, führen zu einer einseitigen starken Überlastung des Knorpels und können daher eine Arthrose verursachen. Um Knorpelschäden vorzubeugen, sollten orthopädische Fehlstellungen von Füßen, Beinen, Rücken und Becken frühzeitig korrigiert werden, also am besten bereits in der Kindheit oder Jugend. Auch Knochenbrüche, Sport- und Gelenkverletzungen, wie Bänderrisse oder Meniskusschäden, sollten fachgerecht behandelt und gut auskuriert werden, um Folgeschäden wie eine Arthrose zu vermeiden. Bei Sportverletzungen sollte im Anschluss von operativen Eingriffen eine Physiotherapie folgen, damit die Beweglichkeit langsam wiederhergestellt wird und die Muskulatur durch gezielte Übungen gekräftigt wird.
Arthrose vorbeugen: Physiotherapie kräftigt den Muskel und beugt Knorpelschäden vor.