Symptome einer Arthroseerkrankung: Paar, Mann mit Schmerzen
Symptome der Arthrose: Schmerzen Rücken/Hüfte, Handgelenk-Röntgenaufnahme

Arthrose-Symptome – Gelenkschmerzen deuten auf Arthrose hin

Schmerzen bei Bewegung – die kennt jeder, der unter Arthrose leidet, nur zu gut. Die Liste von Beschwerden bei Arthrose ist lang: Steifigkeit, Blockaden, Ermüdungsschmerzen, Anlaufschmerzen, Belastungsschmerzen und Ruheschmerzen. Welche Symptome treten in welchen Stadien auf? Erfahren Sie hier mehr über Symptome und Beschwerden bei Arthrose.

Erste Arthrose-Symptome – zunächst nimmt die Beweglichkeit der Gelenke ab

Der Knorpel ist frei von Nerven, so dass die Knorpelschäden bei einer Arthrose im Anfangsstadium keine Schmerzen verursachen. Das Arthrosestadium einer beginnenden, aber schmerzfreien Arthrose kann sich über mehrere Jahre hinweg erstrecken. Einschränkungen der Beweglichkeit des Gelenks sind häufig die ersten Anzeichen einer Arthrose, die bewusst wahrgenommen werden. Typisch ist auch ein Ermüdungs- oder Steifigkeitsgefühl, das bei Schonung des Gelenks nachlässt.
Schmerzen unter Belastung können Anzeichen einer Arthrose sein.

Arthrose-Schmerzen treten zuerst nur vorübergehend und unter Belastung auf.

Schmerzen treten im Verlauf der Arthrose erst dann auf, wenn die Schäden am Knorpelgewebe schon so groß sind, dass weitere Gelenkanteile durch Reibung in Mitleidenschaft gezogen werden, wie die Knochenhaut, Gelenkkapsel und Gelenkinnenhaut, die mit Schmerzrezeptoren ausgestattet sind. Die Gelenke schmerzen in der Regel zunächst nur bei einigen bestimmten Bewegungen. Insbesondere nach längeren Ruhezeiten treten die Schmerzen unter Belastung auf – dies wird auch als Anlaufschmerz bezeichnet. Bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen spüren die Betroffenen einen leichten Schmerz oder ein Spannungsgefühl. Nach ein paar Minuten ist der Schmerz dann wieder vergessen. Typisch ist auch eine Wetterfühligkeit, also leichte Schmerzen, die nur bei einer feucht-kalten Witterung auftreten.

In der mittleren Phase der Arthrose gehen die meisten Betroffenen zum Arzt

Schmerzfreie und schmerzreiche Phasen können sich über mehrere Jahre hinweg abwechseln. Die Arthrose verläuft in dieser mittleren Phase häufig in Schüben, wellenförmig und klingt nach und nach wieder von allein ab. In dieser Phase können die Gelenkschmerzen aber auch plötzlich stark zunehmen. Wenn das Gelenk zudem anschwillt, heiß und gerötet ist, dann handelt es sich um eine aktivierte Arthrose, bei der eine akute Entzündung des Gelenks vorliegt. Die meisten Betroffenen suchen den Arzt auf, wenn die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu Problemen bei Alltagstätigkeiten führen und Gehen, Treppensteigen oder Haushalttätigkeiten beeinträchtigen. Die hauptsächlichen Arthrose-Symptome in der frühen bis mittleren Phase, die auch als Frühtrias bezeichnet werden, sind:
  • Anlaufschmerz
  • Ermüdungsschmerz
  • Belastungsschmerz

Dauerschmerz und Nachtschmerz sind typisch für das Spätstadium der Arthrose

Im Spätstadium der Arthrose kommt es zu Fehlstellungen und Gelenkverformungen. Dadurch werden zusätzlich Muskeln, Bänder und Sehnen in ihrer Funktion beeinträchtigt. Insgesamt nehmen die Gelenkschmerzen zu. In dieser Phase sind Dauerschmerzen, Nachtschmerzen und Muskelschmerzen typisch. Die Gelenke sind häufig vergrößert oder angeschwollen und können knirschen oder knacken. Diese hörbaren Geräusche werden durch das Aneinanderreiben von Knochen verursacht und werden medizinisch als Krepitation bezeichnet.

Hauptsymptome der mittleren bis späten Phase der Arthrose

Bewegungen können durch Blockaden des Gelenks phasenweise unmöglich werden. Im Spätstadium der Arthrose können die Schmerzen durch Schmerzmittel nicht mehr ausreichend gelindert werden. Es kann sich ein sogenanntes Schmerzgedächtnis ausbilden, das zu einer Verfestigung (Chronifizierung) der Schmerzen führt. Die drei Hauptsymptome der mittleren bis späten Phase der Arthrose werden auch als Spättrias bezeichnet:
  • Dauerschmerz
  • Nachtschmerz
  • Muskelschmerz

Arthrose-Schmerzen haben weitreichende Folgen

Schmerzen sind nicht nur unangenehm, sondern haben weitreichende Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit. Bei Schmerzen neigen viele Menschen dazu, körperliche und soziale Aktivitäten zu vermeiden. Aus Furcht, die Schmerzen könnten sich verschlimmern, treiben sie keinen Sport mehr und gehen nicht mehr aus. Doch tatsächlich erreichen sie das Gegenteil: Mangelnde Bewegung schwächt und verändert Muskeln, Gelenke und Bänder und fördert so Fehlhaltungen oder Verspannungen und verursacht erneute Schmerzen in anderen Bereichen des Bewegungsapparats.
Teufelskreis Schmerzen – eine Chronifizierung von Schmerzen hat gefährliche Folgen.

Schmerzlinderung ist das Ziel bei der Arthrose-Behandlung

Durch den Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben geht die Lebensfreude verloren: Stress, Angst und Depressionen sind die Folgen. Diese Gefühle beeinflussen ihrerseits die Schmerzverarbeitung und führen zu einer Verstärkung der Schmerzen. Das Ergebnis ist ein Teufelskreis aus Depressionen und Schmerzverstärkung. Daher ist die Schmerzlinderung eines der wichtigsten Ziele bei der Behandlung der Arthrose.