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Übergewicht, Ernährung: Risikofaktoren der Arthrose

Arthrose-Risikofaktoren

Verschiedene Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Arthrose entwickelt. Lesen Sie hier, welche Einflüsse zu den Arthrose-Risikofaktoren zählen und welche sich vermeiden lassen.

Arthrose-Risikofaktoren

Zu den endogenen, also unveränderbaren und damit unvermeidbaren Arthrose-Risikofaktoren gehören:
  • Alter
    Mit zunehmendem Alter nehmen Wassergehalt und Regenerationsfähigkeit des Knorpels ab. Der Knorpel wird spröde und die Abbauprozesse in der Knorpelmatrix können nicht mehr ausgeglichen werden – dadurch wird die Entstehung einer Arthrose begünstigt.
  • Geschlecht
    Frauen leiden häufiger an Arthrose. Außerdem sind durchschnittlich meist mehrere Gelenke gleichzeitig betroffen. Beispielsweise treten Fingergelenksarthrosen bei Frauen 9-mal häufiger auf als bei Männern.

Weitere endogene Risikofaktoren

  • Postmenopause
    Häufig erkranken Frauen nach der Menopause an Arthrose, sodass man heute davon ausgeht, dass hormonelle Faktoren einen Einfluss auf die Krankheit haben. 
  • Gene
    Genetische Faktoren zählen unbestritten zu den wichtigen Arthrose-Risikofaktoren. In Zwillingsstudien wurden genetische Einflüsse für die Entstehung von Hüft- und Kniegelenksarthrosen nachgewiesen. In den wenigsten Fällen konnte aber ein einzelnes Gen für die Entwicklung einer Arthrose verantwortlich gemacht werden.

Exogene Risikofaktoren lassen sich vermeiden

Im Gegensatz zu den endogenen Faktoren sind exogene Risikofaktoren erworben, d. h. diese lassen sich beeinflussen bzw. vermeiden. Zu den exogenen Arthrose-Risikofaktoren zählen:
  • Übergewicht und Adipositas (Fettsucht) 
    Übergewicht hat gleich mehrere schädigende Wirkungen auf die Gelenke. Zum einen führt Übergewicht zu einer dauerhaft erhöhten Belastung der Gelenke, zum anderen schädigt die von den Fettzellen ausgehende Entzündung die Gelenkbestandteile, wie Knorpel, Gelenkinnenhaut und Knochen. Das Fettgewebe bildet sogenannte Zytokine und Adipokine, die Entzündungsreaktionen in den Gelenken hervorrufen und zur Zerstörung des Knorpelgewebes insbesondere am Kniegelenk beitragen.
Risikofaktoren verschieben die Balance zwischen Auf- und Abbauprozessen in der Knorpelmatrix und erhöhen dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass eine Arthrose entsteht.

Weitere exogene Risikofaktoren: Bewegungsmangel & Nikotin

  • Bewegungsmangel
    Für die Versorgung und Erholung des Knorpels ist die regelmäßige Bewegung der Gelenke eine wichtige und notwendige Voraussetzung. Der Teufelskreis aus zunehmendem Körpergewicht und abnehmender Mobilität durch arthrosebedingte Schmerzen führt zum Fortschreiten der Arthrose. Tipps, welche Bewegungsübungen am besten bei Arthrose helfen, finden Sie auf der Seite Bewegung.
  • Nikotin
    In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Nikotin den Knorpelabbau verstärkt. Wissenschaftler erklären den Knorpelverlust damit, dass der erhöhte Kohlenmonoxidgehalt im Blut von Rauchern zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe führt, was wiederum die Regeneration des Knorpels hemmt.

Weitere exogene Risikofaktoren: Ernährung

  • Ernährung
    Es gibt inzwischen sehr viele wissenschaftliche Hinweise darauf, dass die Ernährung einen wichtigen Einfluss auf entzündliche Prozesse im Gelenk hat, die wiederum den Abbau des Knorpels fördern und somit das Voranschreiten der Arthrose beschleunigen. Ausführliche Informationen zu den positiven Effekten einer ausgewogenen Ernährung und zur Rolle der Nährstoffe sowie Tipps und Rezepte finden Sie im Bereich Ernährung bei Arthrose.