Ursachen, Risiken Arthrose - Kniebandage vor Sport, Symbolbild
Arthrose-Ursachen: Untersuchung Sprunggelenk, Rückenwirbel

Arthrose-Ursachen

Wird das empfindliche Gleichgewicht zwischen Belastung und Erholung des Knorpels dauerhaft gestört, so wird der Knorpel geschwächt und eine Arthrose kann entstehen. Bei der sekundären Arthrose lassen sich bestimmte Ursachen identifizieren, die zur Schädigung des Knorpels führen. Welche Arthrose-Ursachen sind bekannt und wie lassen sich diese vermeiden? Erfahren Sie hier mehr über die wichtigsten Auslöser einer Arthrose.

Gelenkverletzungen durch Unfälle

Unfallbedingte Gelenkverletzungen oder Sportverletzungen destabilisieren das Gelenk, führen zu Fehlstellungen und Knorpelschädigungen und stellen daher mögliche Ursachen für die Entstehung einer späteren Arthrose dar, wie:
  • Knochenbrüche im gelenknahen Bereich
  • schlecht verheilte Knochenbrüche mit Fehlstellungen
  • Gelenkschaden nach Brüchen im Gelenk
  • Folgeschaden durch Schrauben oder Nägel nach Brüchen im Gelenk
  • Prellung des Gelenks
  • Meniskusriss
  • Bandverletzungen (z. B. Bänderrisse, Kreuzbandriss machen das Gelenk instabil und führen zum Verrutschen der Knorpelflächen gegeneinander

Angeborene oder erworbene Fehlstellungen und Gelenkverschleiß

Angeborene oder erworbene Fehlstellungen, insbesondere der Beine und Füße, führen zu einer einseitigen Druckbelastung auf den Knorpel und dadurch zu einem Verschleiß der Gelenke.
  • Hüftdysplasie (angeborene Hüftfehlstellung)
  • Inkongruenz der Gelenkflächen (nicht zueinander passende Gelenkflächen, z. B. an der Kniescheibe)
  • Hüftluxation (angeborene Ausrenkung des Hüftgelenks)
  • Fußfehlstellungen (z. B. Klumpfuß)
  • Beinfehlstellungen (X- oder O-Beine)

Entzündliche Gelenkerkrankungen und sekundäre Arthrose

Bei entzündlichen (rheumatischen) Gelenkerkrankungen richtet sich das Immunsystem gegen das körpereigene Gewebe in den Gelenken. Es handelt sich dabei um eine Fehlregulation des Immunsystems (Autoimmunerkrankung). Bei Rheuma ist die Gelenkinnenhaut dauerhaft entzündet. Durch diese Entzündungsreaktion werden große Mengen an Entzündungsfaktoren freigesetzt (sogenannte Zytokine), die den Knorpel schädigen und somit eine sekundäre Arthrose auslösen können. Zu den entzündlichen Gelenkerkrankungen gehören:
  • rheumatoide Arthritis
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Morbus Bechterew (Versteifung der Wirbelsäulengelenke)
  • bakterielle Gelenkentzündungen

Unterbelastung der Gelenke

Obwohl Sport und Bewegung nachweislich eine positive Wirkung auf den Erhalt des Knorpels haben, kann extreme Überlastung auch schädlich wirken, wie:

Die regelmäßige Bewegung des Gelenks ist enorm wichtig, um den Knorpel mit Nährstoffen zu versorgen. Denn das Knorpelgewebe wird nicht über Blutgefäße versorgt, sondern ausschließlich durch die Gelenkflüssigkeit, die über Pumpbewegungen (Durchwalken) in den Knorpel eindringt. Das Ruhen der Gelenke schädigt den Knorpel durch eine Unterversorgung mit Nährstoffen:

  • längere Ruhigstellung (z. B. im Gipsverband)
  • Bewegungsmangel
Das Ruhigstellen der Gelenke kann auch zur Entstehung von Arthrose beitragen.

Stoffwechselkrankheiten als Arthrose-Ursache

Auch durch Stoffwechselkrankheiten kann der Knorpel einerseits abgebaut bzw. in seiner Struktur negativ beeinflusst werden. Dazu gehören z. B. Rachitis (Vitamin-D-Mangelerkrankung) oder Chondrokalzinose, die auch als Pseudogicht bezeichnet wird und bei der es zur Verkalkung des Knorpels kommt.