Schmerzendes Daumensattelgelenk bei Rhizarthrose
Problematisch bei Rhizarthrose: Spülen, Küchenarbeiten

Rhizarthrose ist die Arthrose des Daumensattelgelenks

Ob den Tisch decken, Kochen, Putzen oder Bedienen von Maschinen – der Daumen ist für alle Tätigkeiten mit den Händen wichtig. Eine Arthrose des Daumensattelgelenk (Rhizarthrose) bereitet viele Probleme und behindert den Alltag. Besonders schwer fällt es den Betroffenen mit Arthrose der Hand bzw. des Daumens, Flaschen mit Schraubdeckeln zu öffnen und Putzlappen auszuwringen. Lesen Sie hier mehr über Ursachen und Therapie der Rhizarthrose.

Die Rhizarthrose ist bei Frauen deutlich häufiger als bei Männern

Das Sattelgelenk des Daumens ist einzigartig in unserem Körper. Es verleiht dem Daumen eine wesentlich größere Beweglichkeit im Vergleich zu allen übrigen Fingern und ermöglicht uns das Greifen und Halten. Das Daumensattelgelenk verbindet das große Vieleckbein (Os trapezium) der Handwurzel mit dem 1. Mittelhandknochen. Die Rhizarthrose (Daumensattelgelenksarthrose) schränkt die Beweglichkeit des Daumens ein und vermindert die Kraft des Haltegriffs. Zusätzlich wird das Daumengelenk instabil. Flaschen oder Gläser aufschrauben, Lappen auswringen oder Gegenstände greifen und festhalten – der Alltag wird durch die Rhizarthrose schwierig. Die Erkrankung tritt überwiegend einseitig, aber auch in 20–30% der Fälle beidseitig auf. Frauen ab 50 Jahren erkranken 10 bis 15-mal häufiger als Männer.
Das Daumensattelgelenk zwischen großem Vieleckbein und 1. Mittelhandknochen ermöglicht uns das Greifen und Halten von Gegenständen.

Wie wird die Rhizarthrose behandelt?

Zur Behandlung der Schmerzen im Daumensattelgelenk sind Schmerzsalben wirksam. Kälte kann bei einer Entzündung im Gelenk helfen. Wärme dagegen unterstützt die Beweglichkeit und tut den Gelenken bei dauerhaften, also chronischen Schmerzen gut. Bei einem akuten Aufflammen der Schmerzen helfen Kortisonspritzen in das Gelenk, die unter Röntgenkontrolle erfolgen. Das Tragen von Bandagen oder elastischen Schienen ist bei Daumensattelgelenksarthrose nützlich, um das Gelenk zu stabilisieren und die Entzündung zu lindern. Wenn der Schmerz zu stark wird, das tägliche Leben deutlich einschränkt und auch nachts auftritt, sollte über eine operative Arthrose-Behandlung nachgedacht werden.

Operative Behandlungsmöglichkeiten bei einer Rhizarthrose

Prinzipiell gibt es bei der Rhizarthrose zwei operative Verfahren:
  1. Entfernung des großen Vieleckbeins: Die Stabilität des Gelenks kann durch eine künstliche Sehnenaufhängung verbessert werden. Die Schmerzen werden bei einer guten Beweglichkeit ausgeschaltet, allerdings kommt es zu einer deutlichen Minderung der Kraft.
  2. Gelenkversteifung (Arthrodese): Durch Schrauben wird das Daumensattelgelenk fixiert. Die Schmerzen werden ausgeschaltet. Die Beweglichkeit ist zwar deutlich verringert, allerdings lässt sich die Kraft sehr gut wiederherstellen. Daher ist die Arthrodese bei handwerklich tätigen Patienten die bevorzugte Methode.